Bullerbü ist überall | DCM

Sie begann ihre Karriere bei einer Zeitung, jetzt schreiben die Zeitungen über sie. Unten gibt es einen Einblick in die wunderschönen Kritiken des Biopics ASTRID.

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„Das schön gefilmte Schicksal einer blutjungen ledigen Mutter hätte sich auch zum helldunklen Kinodrama geeignet, wäre es nicht Lindgren gewesen, die darin versucht, ein Leben jenseits der Konventionen zu leben.“

„Der Kinofilm erzählt, wie eine Jugendaffäre und eine ungewollte Schwangerschaft die Schriftstellerin Lindgren und ihr Werk geprägt haben. Aus dem Leben der Schriftstellerin, deren aufregendes Schaffen mit dem Label Kinderbuchautorin vollkommen unzureichend bezeichnet ist, könnte man viele Stationen im Kino erzählen. (…)Die dänische Regisseurin Pernille Fischer Christensen wollte aber nicht von der berühmten Frau Lindgren, sondern von dem unbekannten Mädchen Astrid erzählen. (….) Christensen wollte mit ASTRID weg von den Klischees. (….) So wie Alba August ihre Rolle spielt, mit einem neugierigen Lebenshunger, wie man ihn nur mit siebzehn haben kann, bleibt wirklich keine Zweifel, daß sie die perfekte Besetzung ist. Ihre Darstellung der Astrid macht sie zur großen Entdeckung diese Kinojahres.“

„ASTRID ist die Geschichte, wie Astrid Lindgren in die Welt ging und wie sie war. Ein eigensinniger Riese von 16 Jahren. Damit geht der Film los. Frech und wild und wunderbar. Und anstrengend und frei. Verwandelt die enge Welt, in der sie groß wird, in freie Geschichten.(….) Alba August macht aus einem Haufen biografischen Papiers einen Menschen bei dem es völlig egal ist, wer sie später wird. Man schwebt mit ihr, wird erschüttert, geht beschwingt. Was Alba August mit ihrem Gesicht macht. Was sie darüber huschen lassen kann, an Schatten und Schattierungen. Wie sie aus der Haut tanzen, zärtlich und hart und arrogant und liebreizend und verletzlich und trotzig schauen kann. Wie sie in allen Dimensionen ausspielt, welche Entwicklung im Mädchen aus Vimmerby vor sich geht, dafür kann es eigentlich nicht genug Filmpreise geben.“

„Alba und Astrid. Die  Schauspielerin Alba August stammt aus einer bekannten skandinavischen Künstlerfamilie. Nun begeistert sie im Kino als junge Astrid Lindgren.“

„Es ist die Geschichte einer Emanzipation. Die Heldin bricht auf in eine Welt heraus aus dem kleinen elterlichen Bauernhaus. (…) Die 25-jährige schwedisch-dänische Schauspielerin Alba August macht aus ‚Astrid‘ ein Ereignis. Hinter dem Lebenshunger der Rebellin lässt sie immer wieder die Verletzbarkeit einer Außenseiterin aufscheinen.“

„ASTRID’ lebt ganz von dem ehrlichen, unprätentiösen Spiel der Hauptdarstellerin. Alba August, die Tochter des dänischen Filmregisseurs Bille August, weiß alle Nuancen vom frechen Mädchen bis zur allzu früh erwachsen Gewordenen zu zeichnen. Eine echte Entdeckung. Fischer Christensen, die das Drehbuch mit ihrem Mann, dem Kinderbuchautor Kim Fupz Aakenson schrieb, wollte Lindgren dagegen als menschliches Wesen begreifen, wollte dem nachspüren, wie sie gewesen sein könnte. Sie hat ihr den Heiligenschein genommen, aber den Menschen, die Frau dahinter offenbart. Und zementiert damit ein anderes Denkmal Astrid Lindgrens: das als Vorkämpferin der Emanzipation und  Leitfigur, die anderen Frauen den Weg gebahnt hat.“

„Bullerbü ist überall. ASTRID zeigt eine schmerzhafte Episode aus dem Leben der Autorin Astrid Lindgren: die Geschichte einer Frau, die um ihre Autonomie kämpft – in der Liebe, im Beruf, als Mutter. Man findet in diesem geradlinigen Porträt viele Züge von Lindgrens kindlichen Helden wieder. Und in Alba August als Astrid kann man sich verlieben.“